Körperpsychotherapie
In einigen Fällen hilft die Osteopathie nur unbefriedigend oder gar nicht. In diesem Fall liegt die Ursache nicht selten in der Psychosomatik.
Jedes Gefühl verursacht eine Haltung und jede Haltung erzeugt ein Gefühl. Von so her ist Psyche und Soma (= Körper) nicht trennbar. Man könnte sogar sagen, dass es eigentlich gar kein Nicht-Psychosomatisches Phänomen gibt, denn sie können nur mit Hilfe Ihres Körpers fühlen.
Wenn die Psyche im Falle einer strukturell körperlichen Ursache in den Hintergrund tritt und es scheint als wäre die Ursache rein körperlich, so kann es andersherum sein, dass die Ursache rein psychisch zu sein scheint und man im Körper nichts findet was die Beschwerden erklären könnte. Sie entstehen durch Fehlfunktion aufgrund zurückgehaltener bzw. unterdrückter Gefühle.
Wenn wir Impulse zurückhalten tun wir das, indem wir uns partiell anspannen um diese Impulse am fließen zu hindern. Diese Anspannung betrifft häufig auch die Atmung. Sie ist häufig chronisch und wird irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen.
Leider ist uns dies selten bewusst und wir verstehen überhaupt nicht warum wir Probleme haben.
Aufgabe der Körperpsychotherapie ist es, diese abgespaltenen Gefühle wieder bewusst zu machen und damit mehr Selbstverständnis entstehen zu lassen.
Dabei hilft es, dass jedes Organ eine Korrelation zu ganz bestimmten Gefühlen bzw. Lebensthemen hat. Ein Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensthemen und den Beschwerden wird erkennbar und gleichzeitig besteht die Möglichkeit Einfluss zu nehmen. Allein schon durch das Bewusstsein (es hilft schon zu wissen warum die Beschwerden gerade zugenommen haben) und noch viel mehr durch die Änderung von nicht hilfreichen Angewohnheiten.
Auch das Wissen, dass keine körperliche Problematik vorliegen muss um funktionelle Beschwerden zu verursachen entlastet die Patienten häufig beträchtlich.
Durch das therapeutische Gespräch und geeignete Wahrnehmungs- bzw. Körperübungen wird hier Stück für Stück Licht ins Dunkel gebracht und die Beschwerden können sich nach und nach verändern.