Osteopathie

Die Osteopathie basiert auf der möglichst genauen Kenntnis von Anatomie, Physiologie und des Zusammenspiels der verschiedenen Funktionssysteme, z.B. Bewegungsapparat, Organe, Nervensystem und alle Körperflüssigkeiten. Diese Kenntnis macht ein Verstehen der jeweils bestehenden Problematik möglich. Beschwerden zeigen sich dort, wo Gewebe über seine Maßen beansprucht wird. In der Regel geschieht dies um eine Bewegungseinschränkung an einer anderen Stelle zu kompensieren. Die Ursache hierfür liegt häufig in einer ganz anderen Körperregion und liegt manchmal lange Zeit zurück (z.B. Unfälle, Operationen oder schwere Erkrankungen). Diese ursächliche Bewegungseinschränkung gilt es zu finden und zu behandeln, um den Körper wieder in die Lage zu versetzen zur Normalität zurück zu finden – dann verschwinden auch die Symptome wieder.

Hierfür erhebt der Osteopath eine ausführliche Anamnese und untersucht den ganzen Körper. Die Analyse der gesammelten Informationen führt dann zur eigentlichen Ursache der Beschwerden und zu ihrer Behandlung.

Die Osteopathie behandelt also keine Symptome, sondern immer ein komplexes System welches aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Die sogenannten Ursache-Folge-Ketten können sich durch alle Funktionssysteme im Körper ziehen. So kann eine Störung im Organbereich Beschwerden im Bewegungsapparat. Ausser dem Organsystem und dem Bewegungsapparat gibt es noch das Nervensystem, das zirkulatorische System und das System der bindegewebigen Hüllen (Faszien), die alle Teile des Körpers miteinander verbinden. Jede Störung in einem Bereich kann Beschwerden in einem anderen Bereich des Körpers verursachen. Wenn die Ursache-Folge-Kette nicht erkannt und verstanden wird, ist keine ursächliche Behandlung möglich und die Beschwerden kehren in der Regel wieder.

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Fallbeispiele

Aus rechtlichen Gründen sehen wir uns leider gezwungen auf die Beschreibung von Fallbeispielen aus unserer Praxis zu verzichten. Gerichtlich können diese als Heilungsversprechen gewertet werden. Dies eröffnet irgendwelchen Leuten die Möglichkeit uns abzumahnen. Diese Abmahnungen sind mit erheblichen Unanehmlichkeiten und Kosten verbunden. Dies wollen wir vermeiden.

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Behandlung

Dauer

  • Eine Behandlung dauert zwischen 40-50 min. Mit dem Anamnesegespräch kann die erste Sitzung etwas länger dauern.

Häufigkeit

  • Die Häufigkeit richtet sich nach Ihrem individuellen Beschwerdebild.
  • Bei chronischen Beschwerden sind wiederholte Behandlungen in längeren Abständen zu empfehlen (z.B. 4-6-wöchentlich).

Überweisung/Verschreibung

  • Privatversicherte und Selbstzahler benötigen keine Überweisung vom Arzt.
  • Gesetzliche Krankenkassen die die Osteopathie als freiwillige Kassenleistung bezuschussen, fordern hierfür in der Regel eine formlose Empfehlung (z,B. in Form eines Privatrezeptes) für Osteopathie eines Arztes egal welcher Fachrichtung. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Vorhandene Befunde

  • Es ist hilfreich vorhandene Befunde bzw. Röntgen- oder MRT-Aufnahmen bereits zur Erstbehandlung mitzubringen.

Kosten

  • Die Kosten für eine Behandlung betragen in etwa 75,- EUR (abhängig von der Diagnose).
  • Die Rechnung über die osteopathische Behandlung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Je nach Versicherung können diese eventuell teilweise oder ganz erstattet werden. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse (Krankenversicherung oder Zusatzversicherung).

Aktuelle wichtige Hinweise

  • Die Techniker Krankenkasse reduziert seit dem 1.1.2015 die Bezuschussung für osteopathische Behandlungen auf max. 120,-€ pro Kalenderjahr.
  • Die Securvita KK reduziert die Bezuschussung für osteopathische Behandlungen seit dem 1.6.2015 auf 6 Behandlungen pro Kalenderjahr.
  • Bitte informieren Sie sich über die Zusatzleistungen. Wir empfehlen eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen abzuschliessen!

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